Die Familie Meyer aus Menslage hat ihren Biohof durch den Bau von zwei neuen Gewächshäusern für den Anbau von Salat, Paprika und Tomaten erweitert. Diese Investition wird mit 70.000 Euro aus dem niedersächsischen Förderprogramm für Junglandwirte unterstützt, das darauf abzielt, nachhaltige Landwirtschaft zu fördern und den Generationswechsel auf den Höfen zu erleichtern.
Die neuen Gewächshäuser bieten den Landwirten eine geschützte Anbaufläche von insgesamt 2.500 Quadratmetern. "Durch diese Erweiterung können wir unsere Anbauperiode deutlich verlängern und nahezu das ganze Jahr über frisches Gemüse produzieren", erklärt Thomas Meyer, einer der Junglandwirte. Die Gewächshäuser ermöglichen es, die Temperaturen im Inneren auf bis zu 20 Grad zu regulieren, selbst bei frostigen Nächten.
Die Familie Meyer verfolgt eine klare ökologische Linie, die bereits in den 1980er Jahren von Johann Meyer senior, dem Vater der beiden Junglandwirte, eingeführt wurde. "Unsere Eltern haben sich für die Natur entschieden, nicht für die Großproduktion", betont Thomas Meyer. Diese Überzeugung möchten sie fortführen und ressourcenschonende Anbaumethoden anwenden.
Das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat das Förderprogramm ins Leben gerufen, um Neueinsteigern und Nachfolgern in der Landwirtschaft unter die Arme zu greifen. "Der Zuschuss ist für uns ein Glücksfall", sagt Thomas Meyer. Er hofft, dass die neuen Gewächshäuser nicht nur die Produktivität steigern, sondern auch den ökologischen Fußabdruck des Hofes verringern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Hofes ist die 2022 gegründete Hasetal-Stiftung, die das kulturelle Erbe der Familie bewahren soll. Diese Stiftung ermöglicht es der Familie, den Hof und die dazugehörenden Flächen in einem gemeinnützigen Rahmen zu bewirtschaften und gleichzeitig Projekte zum Naturschutz und zur Umweltbildung zu fördern. Ein Beispiel hierfür ist der öffentlich zugängliche Karlsgarten, der einen Anbau von über 90 verschiedenen Kräutern und Gemüsesorten umfasst und als Bildungsangebot für die Öffentlichkeit dient.
Die Meyers setzen auf eine regionale Vermarktung ihrer Produkte, die sie auf Wochenmärkten in der Umgebung anbieten. "Wir ernten immer donnerstags und verkaufen am Freitag und Samstag", erklärt Thomas Meyer. Die Familie hat sich bereits einen Namen gemacht, indem sie frisches Gemüse in hoher Qualität anbietet, das in dieser Region kaum anderswo erhältlich ist.
Mit über 60 verschiedenen Tomatensorten und einer Vielzahl an Paprika- und Salatsorten ist der Biohof Meyer gut aufgestellt, um den steigenden Anforderungen der Verbraucher nach frischen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln gerecht zu werden. Die Familie ist überzeugt, dass ihre Anbaumethoden und die neuen Gewächshäuser ihnen helfen werden, ihre Ziele in der ökologischen Landwirtschaft zu erreichen und gleichzeitig zur Erhaltung des kulturellen Erbes beizutragen.
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