Auf der Landesgartenschau Ellwangen 2026 präsentiert die Universität Hohenheim ihre neueste Ausstellung unter dem Titel „Alltagsthemen, in denen viel Forschung steckt“. Der Rektor der Universität, Prof. Dr. Christoph Schneider, wird gemeinsam mit den Dekanen der Fakultäten am 20. Mai 2026 die Ausstellung eröffnen, die vom 20. bis 31. Mai 2026 zu sehen sein wird. Die zentrale Botschaft der Ausstellung ist die enge Verknüpfung von Landwirtschaft, Ernährung, Gesundheit und Technologien.
Das Ausstellungskonzept umfasst mehrere innovative Exponate, die die zukünftige Lebensmittelproduktion veranschaulichen. Dazu gehören futuristische Produkte wie 3D-gedruckte Lebensmittel, vegane Alternativen zu Fleisch und Käse sowie natürliche Aromen, die aus Fermentation gewonnen werden. Diese Entwicklungen stehen im Kontext des One-Health-Ansatzes, der die Wechselwirkungen zwischen Ernährung, Landwirtschaft und menschlicher Gesundheit beleuchtet. Laut Prof. Dr. Jan Frank, Dekan der Fakultät Naturwissenschaften, ist es entscheidend, dass Lebensmittel schonend produziert werden, um deren gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe zu erhalten.
Die Ausstellung wird durch Modelle von Kulturlandschaften ergänzt, die auf neue Anbausysteme wie Agroforst setzen. Prof. Dr. Ralf Vögele, Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften, betont die Notwendigkeit einer zukunftssicheren Landwirtschaft, die ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auskommt. Innovative Ansätze in der Landwirtschaft sind notwendig, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und langfristig Erträge zu sichern.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die Gestaltung eines gesundheitsfördernden Arbeitsumfelds. Prof. Dr. Benjamin Jung, Dekan der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, erläutert, wie digitale Werkzeuge helfen können, Technostress zu reduzieren und psychische Belastungen in sozialen Berufen zu managen. Dies wird durch einen Beispielarbeitsplatz in der Ausstellung veranschaulicht.
Zusätzlich wird die Rolle der Verbraucherinnen und Verbraucher hervorgehoben. Mit jeder Kaufentscheidung beeinflussen sie die Art und Weise, wie Lebensmittel produziert werden. Dr. Evelyn Reinmuth, Leiterin der Geschäftsstelle Bioökonomie, erklärt, dass die hier gezeigten Produkte das Ergebnis jahrelanger Forschung und Entwicklung sind. Die Ausstellung soll den Besuchern verdeutlichen, wie die Forschung der Universität Hohenheim zur Vielfalt und Qualität unserer Lebensmittel beiträgt und welche Verantwortung damit einhergeht.
Die interaktive Mitmach-Skulptur der Ausstellung „Frauen.Leben.Landwirtschaft“ wird ebenfalls vorgestellt, um die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft zu würdigen. Diese Initiative des LandFrauenverbandes Baden-Württemberg wird die Besucher ermutigen, sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft zu beteiligen.
Insgesamt bietet die Ausstellung der Universität Hohenheim auf der Landesgartenschau Ellwangen einen tiefen Einblick in die aktuelle Forschung und die möglichen zukünftigen Entwicklungen in der Landwirtschaft und Ernährung, die direkt mit der Gesundheit der Bevölkerung verknüpft sind.
Foto - nachrichten.idw-online.de