Am 19. Mai 2026 findet ein spezieller Bioblitz für Medienvertreter:innen statt, um die Bedeutung der Artenvielfalt hervorzuheben und die Arbeit des Kompetenzzentrums für Biodiversität und integrative Taxonomie (KomBioTa) zu feiern. Der Bioblitz beginnt um 14:00 Uhr auf der Wiese vor dem Museum am Löwentor in Stuttgart. Hier haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, faszinierende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte zu erhalten und sich mit einem Expertenteam auszutauschen.
Das KomBioTa hat in den letzten fünf Jahren bedeutende Fortschritte im Artenschutz erzielt und Stuttgart zu einem Hotspot für Biodiversität gemacht. Zu den bemerkenswerten Erfolgen gehört die Entdeckung neuer Arten, wie der „Kretschmann-Wespe“ (Aphanogmus kretschmanni). Darüber hinaus unterstützt das Netzwerk Kommunen im Umgang mit invasiven Arten, beispielsweise bei der Bekämpfung von Ameisen der Art Tapinoma magnum, die infrastrukturelle Probleme verursachen können.
Ein zentrales Element des Bioblitzes ist die Arteninventur, bei der auf einem kleinen Areal Insekten gefangen und vor Ort bestimmt werden. Die Teilnehmer:innen können die Insektensammlung des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart (SMNS) besichtigen, die mehr als fünf Millionen Exemplare umfasst. Experten der Universität Hohenheim und des SMNS stehen bereit, um Fragen zum Thema Artenschutz zu beantworten.
Das KomBioTa hat nicht nur neue Arten identifiziert, sondern auch insektenfreundliche Mähmaschinen entwickelt, die kleineren Lebewesen eine Überlebenschance bieten. Diese Innovationen sind Teil eines umfassenden Ansatzes zur Förderung der Biodiversität in der Region. Zudem hat das Netzwerk Praktiker:innen im Naturschutz ausgebildet und die Kunst der Artenbestimmung an die Universitäten zurückgebracht.
Die Veranstaltung verspricht optische Highlights, darunter Insekten-Keschern, Artenbestimmung mit Mikroskopen und Einblicke in die Sammlungsräume des SMNS. Archivfotos und Video-Footage von Forschungsprojekten runden das Programm ab.
Die Biodiversitätskrise stellt eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. Das KomBioTa hat sich zum Ziel gesetzt, diese Herausforderung zu meistern, indem es Biodiversität auf genetischer, artlicher und habitatlicher Ebene untersucht. In den letzten fünf Jahren hat sich ein Netzwerk von 150 Personen gebildet, das sich aktiv für den Schutz der Artenvielfalt einsetzt.
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