Im Mai ist es besonders wichtig, den Pflanzenschutz im Garten ernst zu nehmen. Pflanzenarzt René Wadas gibt wertvolle Tipps, um Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen. Ein zentraler Punkt ist das Entfernen von kranken Pflanzenteilen. Bei Rhododendren sollten braune Knospen, die von Pilzen befallen sind, unbedingt entfernt werden. Auch bei Beerensträuchern ist Vorsicht geboten: Mehltau-befallene Triebspitzen müssen abgeschnitten und in der Biotonne entsorgt werden. Im Gewächshaus können Nützlinge wie Schlupfwespen und Florfliegen helfen, Schädlinge zu bekämpfen.
Tipp 1: Schnecken bekämpfen und vorbeugen
Schnecken sind ein häufiges Problem in vielen Gärten. Besonders Nacktschnecken können großen Schaden anrichten, während Gehäuseschnecken meist von totem Pflanzenmaterial leben und weniger schädlich sind. Um Schnecken zu bekämpfen, ist es wichtig, ihre natürlichen Feinde zu fördern, beispielsweise Spitzmäuse, die Schnecken und andere Schädlinge fressen. Schneckenzäune aus Metall können den Zugang zu Beeten erschweren. Eine einfache Methode zur Bekämpfung ist das Auslegen von Holzbrettern, unter denen sich Schnecken sammeln. Morgens können diese dann einfach abgesammelt werden. Auch das Mulchen mit giftigen Pflanzen wie Wurmfarn kann helfen, da Schnecken diese meiden.
Tipp 2: Blattrollwespen an Rosen erkennen
Die Blattrollwespe ist ein häufiges Problem an Rosen. Ihre Larven verursachen das Eindrehen der Blätter. Um die Pflanzen zu schützen, sollten eingerollte Blätter vor dem Schlüpfen der Larven entfernt und entsorgt werden. Eine Behandlung mit Wermut-Tee kann ebenfalls hilfreich sein, um die Schädlinge abzuwehren.
Tipp 3: Pflanzen stärken mit Ackerschachtelhalm
Ackerschachtelhalm ist reich an wichtigen Nährstoffen und kann zur Stärkung der Pflanzen genutzt werden. Um einen kräftigenden Tee herzustellen, werden 1 kg frische oder 150-200 g getrocknete Pflanzenteile in 1 Liter Wasser eingeweicht, 30 Minuten gekocht und anschließend im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt. Dieser Tee eignet sich hervorragend zur Vorbeugung gegen Schädlinge wie Blattläuse sowie gegen Mehltau und Rost an Obstgehölzen.
Tipp 4: Kompostdünger für gesunde Pflanzen
Reifer Kompost ist eine unverzichtbare Nährstoffquelle für den Garten. Er verbessert die Bodenstruktur und versorgt Pflanzen kontinuierlich mit Nährstoffen. Die im Kompost lebenden Mikroorganismen wandeln die organischen Stoffe in pflanzenverfügbare Nährstoffe um, wodurch die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gesteigert wird. Regelmäßige Bodenanalysen helfen, Mangelerscheinungen rechtzeitig zu erkennen.
Tipp 5: Vorbeugung gegen den Erdbeerblütenstecher
Der Erdbeerblütenstecher ist ein Rüsselkäfer, der großen Schaden an Erdbeeren und anderen Beerenpflanzen anrichten kann. Um einen Befall zu vermeiden, sollten abgeknickte Knospen vor dem Schlüpfen der Käfer entfernt werden. Bei starkem Befall können Neem-Präparate eingesetzt werden, um die Schädlinge biologisch zu bekämpfen.
Pflanzenarzt René Wadas empfiehlt, beim Umgang mit Pflanzen auf chemische Mittel zu verzichten und stattdessen auf natürliche Methoden zu setzen. In seinem neuen Werk "Der große Wadas" teilt er umfassendes Wissen, das Hobbygärtnern helfen kann, ihre Pflanzen besser zu verstehen und zu pflegen.
Foto - www.mein-schoener-garten.de