Prädikatsweingüter halten Weinpreise stabil trotz Kostensteigerungen
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Prädikatsweingüter halten Weinpreise stabil trotz Kostensteigerungen

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Prädikatsweingüter halten Weinpreise stabil trotz Kostensteigerungen

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Die deutschen Prädikatsweingüter haben im Jahr 2026 ihre Preise für Gutswein stabil gehalten, der weiterhin 11,50 Euro pro Flasche kostet. Diese Preiskontinuität steht im Kontrast zu den deutlich gestiegenen Produktionskosten, die durch höhere Ausgaben für Energie, Löhne, Glas und Verpackung bedingt sind. Während die Preise weitgehend konstant blieben, verzeichneten die Weingüter jedoch einen Rückgang im Absatz von 2,2 Millionen Flaschen auf insgesamt 33,5 Millionen Flaschen.

Die Prädikatsweingüter erlebten im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von etwa 20 Millionen Euro auf rund 426 Millionen Euro, was im Schnitt einen Verlust von 2,1 Millionen Euro pro Betrieb zur Folge hatte. Die Gründe für diesen Rückgang sind unter anderem eine allgemeine Konsumzurückhaltung sowie frostbedingte Ernteausfälle.

Um den Herausforderungen zu begegnen, ist der Verband Deutscher Prädikatsweingüter bestrebt, den Vertrieb wieder aktiver zu gestalten. Zu den Maßnahmen gehören Veranstaltungen, Verkostungen und alternative Verkaufsformate, um die Kundenbindung zu stärken und den Absatz zu fördern. Der digitale Direktvertrieb gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung und macht mittlerweile rund zwölf Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Die Prädikatsweingüter erzielen etwa drei Viertel ihres Umsatzes im Inland. Der Anteil des Verkaufs ab Hof bleibt konstant bei rund einem Drittel. Die Hauptabsatzmärkte im Export sind Skandinavien, gefolgt von den USA, Großbritannien und der Schweiz. Neue Märkte werden vor allem in Osteuropa, Indien und Südamerika erschlossen, unterstützt durch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur.

Der Verband zählt derzeit 199 Betriebe, wobei mehr als 40 Prozent der Rebfläche ökologisch bewirtschaftet werden. Jeder zehnte Mitgliedsbetrieb arbeitet biodynamisch, was auf einen wachsenden Trend zu nachhaltigen Anbaumethoden hinweist.

Die bevorstehende Weinbörse des Verbands in Mainz wird voraussichtlich rund 3.500 Fachbesucher anziehen, darunter auch internationale Gäste. Der Verband ist zuversichtlich, dass die hervorragende Qualität der Trauben in Kombination mit innovativen Vertriebsstrategien die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Weine weiter stärken wird.

Foto - lebensmittelpraxis.de

Темы: Agrarpolitik, Alkoholindustrie, Auktionen

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