Erdbeerbauern in Eckendorf setzen auf moderne Technik und KI
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Erdbeerbauern in Eckendorf setzen auf moderne Technik und KI

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Erdbeerbauern in Eckendorf setzen auf moderne Technik und KI

Franz Josef Schäfer, ein Erdbeerproduzent aus Eckendorf im Kreis Ahrweiler, hat seine Anbaumethoden revolutioniert. Durch den Einsatz moderner Technik wachsen seine Erdbeeren auf speziellen Stel­lagen in Armhöhe, wodurch das Bücken beim Ernten entfällt. Schäfer erklärt: "Wir haben den Freilandanbau aufgegeben, da die hohen Lohnkosten ihn unrentabel machen."

Erdbeeranbau ist nach wie vor ein arbeitsintensives Unterfangen, insbesondere im Freiland. Die witterungsabhängige Arbeit auf dem Feld ist zeitaufwendig und birgt Risiken wie Schäden durch Schnecken oder Frost. Im Kreis Ahrweiler haben viele Betriebe den Freilandanbau aufgegeben und setzen stattdessen auf geschützten Anbau, der in begehbaren Folientunneln erfolgt. Auf Schäfers Betrieb werden überwiegend Erdbeersorten kultiviert, die während der gesamten Saison Früchte tragen, und diese werden computerüberwacht.

Technologieeinsatz zur Effizienzsteigerung

Gemeinsam mit seinem Sohn hat Schäfer in moderne Technik investiert. Jährlich werden rund 350.000 Erdbeerpflanzen auf einer Fläche von sieben Hektar gesetzt. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglicht die Überwachung der Pflanzen durch Kameras, die Ernteprognosen liefern und Schädlinge identifizieren. Schäfer betont: "Durch diese neue Methode sparen wir Lohnkosten, schonen unsere Arbeitskräfte und machen die Produktion planbarer. Die Qualität der Erdbeeren ist durch den geschützten Anbau höher, da sie haltbarer sind."

Der Umstieg auf geschützten Anbau ist jedoch mit hohen Investitionen verbunden. Rund 300.000 Euro pro Hektar müssen aufgebracht werden, was viele kleinere Betriebe finanzielle Schwierigkeiten bereitet. In Rheinland-Pfalz ist die Anzahl der Betriebe und die Fläche des Erdbeeranbaus seit 2020 um etwa 30 Prozent gesunken.

Preisdruck und Herausforderungen im Markt

Der Druck durch die Preispolitik des Einzelhandels ist enorm. Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung stammen nur etwa 40 Prozent der Erdbeeren aus heimischem Anbau, während die Konkurrenz aus dem Ausland zunimmt. Schäfer produziert vor allem für den Einzelhandel und bemerkt die Preismacht der Supermärkte. "Ich habe Erdbeeren für 99 Cent aus Marokko bei einem Discounter gesehen. Das ist grenzwertig und kann nicht mit heimischem Anbau mithalten."

Bereits vor Saisonbeginn werden große Mengen Erdbeeren aus Spanien, Portugal und Marokko angeboten, was die erste Nachfrage schnell sättigt. Daher beginnt Schäfers Ernte erst Mitte Mai. Das Hauptproblem sieht er nicht im gestiegenen Mindestlohn, sondern darin, dass er die steigenden Kosten nicht an die Verbraucher weitergeben kann, da der Handel die Preise diktiert.

Vorteile der Direktvermarktung

Erdbeerbauern, die ihre Produkte direkt in Hofläden oder auf Märkten verkaufen, profitieren von der Möglichkeit, ihre Preise selbst festzulegen. Die Erdbeeren sind oft teurer als im Supermarkt, bieten jedoch den Vorteil von Frische und kurzen Transportwegen. Christian Sattler, ein Kollegenbauern bei Koblenz, sieht derzeit keine Notwendigkeit, die Preise zu erhöhen, erwartet jedoch zukünftige Anpassungen aufgrund der steigenden Produktionskosten. "Die Preise für Diesel, Pflanzenschutzmittel und Düngemittel sind um 40 bis 50 Prozent gestiegen. Der Preis für Dünger hat sich von 400 Euro pro Tonne auf rund 900 Euro erhöht."

Zukunft des Erdbeeranbaus

Franz Josef Schäfer ist überzeugt, dass der Einsatz neuer Technologien und geschützter Anbauformen entscheidend für die Zukunft des Erdbeeranbaus sind. "Man muss brennen für diese Veränderungen und bereit sein, mit der Zeit zu gehen", so Schäfer. Der Einsatz von KI und Robotik sieht er als Zukunft des Obstanbaus, auch wenn nicht jeder Landwirt bereit ist, sich mit diesen Technologien auseinanderzusetzen.

Die Herausforderungen, denen sich die Erdbeerbauern gegenübersehen, sind komplex, doch die Innovationsbereitschaft und der Einsatz moderner Technologien könnten der Schlüssel sein, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Foto - www.swr.de

Темы: Agrochemie, Aquakultur, Beeren

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