Wenn bei Ihnen das Drüsige Springkraut wächst, haben Sie ein Problem
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Wenn bei Ihnen das Drüsige Springkraut wächst, haben Sie ein Problem

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Wenn bei Ihnen das Drüsige Springkraut wächst, haben Sie ein Problem

Das Drüsige Springkraut, auch bekannt als Indisches Springkraut (Impatiens glandulifera), ist eine invasive Pflanze, die sich in Deutschland zunehmend ausbreitet und Landwirte vor erhebliche Herausforderungen stellt. Diese Pflanze kann bis zu zwei Meter hoch werden und ist bekannt für ihr extrem starkes und hartnäckiges Wachstum, das andere Pflanzen verdrängt. Besonders betroffen sind feuchte, nährstoffreiche Böden wie sie in Auwäldern und an Gewässern vorkommen.

Die Pflanze breitet sich unkontrollierbar aus und produziert bis zu 4.000 Samen pro Exemplar, die sich schnell verbreiten. Landwirte berichten von frustrierenden Erfahrungen beim Versuch, die Pflanze durch Mahd zu kontrollieren. Ein Beispiel ist ein Grundbesitzer aus Ellwangen, der trotz regelmäßiger Mahd mit der Wuchskraft des Springkrauts kämpft, das schnell wieder nachwächst.

Ökologische Auswirkungen

Der Naturschutzbund (Nabu) bestätigt, dass das Drüsige Springkraut die heimische Vegetation stark verdrängt. Allerdings gibt es auch eine kontroverse Diskussion über seine positiven Aspekte, wie die hohe Nektarausbeute für Bienen und andere Insekten. Diese duale Sichtweise erschwert die Bekämpfung der Pflanze, da Naturschützer zwischen der Notwendigkeit, die Biodiversität zu schützen, und der Unterstützung von Insekten abwägen müssen.

Ein weiterer Aspekt, der in der Diskussion um das Drüsige Springkraut wichtig ist, ist die Tatsache, dass die Pflanze sich ausschließlich durch Samen vermehrt und keine Rhizome bildet. Dies bedeutet, dass die Bekämpfung durch Mahd vor der Blütezeit besonders effektiv sein kann, da die Bildung von Samen verhindert wird. Die ideale Zeit für einen Schnitt liegt etwa Ende Juli, wenn die ersten Blüten erscheinen.

Bekämpfungsmöglichkeiten

Große Bestände des Drüsigen Springkrauts können durch gezieltes Mähen bekämpft werden. Dabei ist der richtige Zeitpunkt entscheidend: Ein zu früher Schnitt lässt die Pflanzen erneut austreiben, während ein zu später Schnitt dazu führen kann, dass die Samenstände reifen und die Samen verbreitet werden. Kleinere Bestände können auch durch Ausreißen per Hand entfernt werden, müssen jedoch nach der Bekämpfung regelmäßig kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass keine neuen Pflanzen nachwachsen.

Es ist wichtig, die Grünabfälle, die noch aktive Samen enthalten, sicher zu entsorgen. Eine Verwertung in Biogasanlagen wird nicht empfohlen, da die Samen überleben und so neue Flächen besiedeln können. Die Pflanze ist für Mensch und Tier lediglich schwach giftig, was bedeutet, dass bei der Bekämpfung Vorsicht geboten ist, jedoch keine akute Gefahr besteht.

Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hat in der Vergangenheit Untersuchungen zu den Auswirkungen des Drüsigen Springkrauts auf die Waldverjüngung durchgeführt und festgestellt, dass die verdrängende Wirkung des Krauts geringer ist als die von anderen invasiven Arten wie Goldrute oder Riesenbärenklau. Dennoch bleibt die Frage, wie sich die Pflanze langfristig auf die heimische Flora und Fauna auswirkt, weiterhin relevant und wird auch in den kommenden Jahren näher untersucht werden müssen.

Foto - www.topagrar.com

Темы: Agrarpolitik, Aquakultur, Bienenzucht

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