Stefanie Sabet kritisiert Vorschläge zur EUDR
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Stefanie Sabet kritisiert Vorschläge zur EUDR

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Stefanie Sabet kritisiert Vorschläge zur EUDR

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Nach Ansicht von Stefanie Sabet, Generalsekretärin des DBV, reichen die von der EU-Kommission vorgelegten Vorschläge zur Vereinfachung der EUDR nicht aus, um die Praxisprobleme der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe zu lösen. Sabet macht deutlich, dass punktuelle Klarstellungen im Geltungsbereich, angekündigte IT-Verbesserungen und ein überarbeiteter Leitfaden zwar nützlich sein können, diese Maßnahmen aber das grundlegende Problem nicht beseitigen. "Die Anpassungen bleiben hinter den Erwartungen zurück", sagt Sabet, und betont, dass für viele Betriebe weiterhin erheblicher Aufwand und Rechtsunsicherheit bestehen bleiben. Diese Einschätzung gibt die Richtung der Debatte vor: Es geht nicht nur um Präzisierungen, sondern um konkrete Entlastungen in der Anwendungspraxis.

Kritikpunkte des DBV

Der DBV kritisiert vor allem, dass zentrale Forderungen des Berufsstandes nicht aufgenommen wurden. Als besonders schwerwiegend bezeichnet Sabet, dass eine von den Verbänden geforderte Null-Risiko-Variante in den Vorschlägen keine Berücksichtigung gefunden hat. Nach DBV-Angaben erzeugen die bestehenden Sorgfaltspflichten in Kombination mit lückenhaften Leitlinien und komplizierten IT-Anforderungen hohe Prüf- und Dokumentationspflichten für Betriebe, die vor allem kleinere und mittlere Unternehmen überproportional belasten. Als Folge drohen Mehraufwand, Wettbewerbsnachteile und Unsicherheit bei Lieferkettenprüfungen.

Die Komplexität der Vorgaben wirkt sich konkret auf Arbeitsabläufe aus: Landwirte müssen Flächen identifizieren, Lieferketten dokumentieren und regelmäßige Risikoabschätzungen vornehmen, wobei unklare Abgrenzungen von Produkten und Verarbeitungsstufen zu zusätzlichen Rückfragen führen. Verbesserte IT-Schnittstellen können die Abläufe unterstützen, lösen aber laut DBV nicht die juristischen Auslegungsfragen oder die operative Belastung in der Bürokratie. Ohne klare, praxistaugliche Regeln sei zudem die Gefahr groß, dass Handelspartner Lieferketten vorsorglich einschränken, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund fordert der DBV nachdrücklich praxisnahe Nachbesserungen: Eine echte Entlastung müsse eine rechtssichere Null-Risiko-Variante, klare Definitionen für betroffene Produktgruppen und standardisierte, leicht zugängliche IT-Lösungen enthalten. Zusätzlich plädiert Sabet für Übergangsfristen und Besonderheiten für kleinere Betriebe, damit die Umsetzung vor Ort technisch und organisatorisch möglich bleibt. Der Verband kündigt an, in den kommenden Monaten weiter in den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und der EU-Verwaltung zu treten, um konkrete Vorschläge für technische Standards und Ausnahmeregeln vorzulegen.

Die Debatte um die Ausgestaltung der EUDR bleibt damit zentral für die Zukunft vieler Betriebe: Entscheidend ist, dass Vereinfachungen nicht nur formal erfolgen, sondern zu messbarer Verringerung von Arbeitsaufwand und Rechtsunsicherheit führen. Der DBV will die Positionen des Berufsstandes aktiv vertreten und erwartet von der Politik nachfolgende Schritte, die unmittelbare Praxisentlastungen und klare Umsetzungsregeln bringen.

Foto - www.bauernverband.de

Sujets: Agrarpolitik, Gesetzgebung, Ökologie

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