Biogas-Cluster: Wirtschaftlichkeit von Rohgasleitungen und Aufbereitung
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Biogas-Cluster: Wirtschaftlichkeit von Rohgasleitungen und Aufbereitung

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Biogas-Cluster: Wirtschaftlichkeit von Rohgasleitungen und Aufbereitung

Źródło: AGRONEWS Wszystkie aktualności źródła

Biogas-Cluster stellen eine vielversprechende Lösung für Landwirte dar, um Rohbiogas für die Biomethanproduktion effizient zu bündeln. Durch den Zusammenschluss mehrerer Biogasanlagen können größere Gasaufbereitungsanlagen realisiert und die Distanzen zu bestehenden Gasnetzen verringert werden. Dr. Frank Scholwin, Leiter des Instituts für Biogas, Kreislaufwirtschaft und Energie in Weimar, erläutert in einem aktuellen Interview die Chancen und Herausforderungen dieser Clusterprojekte.

Der Trend zu Biogas-Clustern zeigt, dass viele Betreiber zunehmend die Möglichkeit prüfen, ihre Anlagen zusammenzuschließen. Dies geschieht oft unter der Moderation eines externen Beraters oder Energieversorgers, da die Koordination mehrerer Anlagen in der Praxis eine Herausforderung darstellt. Die Hauptmotivation für solche Zusammenschlüsse liegt in der Größe der einzelnen Biogasanlagen, die oft nicht ausreicht, um eine eigene Gasaufbereitung zu rechtfertigen. Zudem können durch Cluster auch Anlagen, die weiter als 1000 Meter vom Gasnetz entfernt sind, einen Zugang dazu erhalten.

Clustergröße: Im Durchschnitt sind 3 bis 5 Anlagen notwendig, um ein sinnvolles Cluster zu bilden. Projekte mit bis zu 80 Anlagen werden bereits konkret in Betracht gezogen.

Vergütungsmodelle: Die faire Vergütung der Rohbiogaslieferungen erfolgt in der Regel nach dem Energiegehalt des gelieferten Gases und berücksichtigt auch die Herkunft des Biogases, ob es beispielsweise aus Gülle, nachwachsenden Rohstoffen oder Abfällen stammt.

Beteiligung an neuen Gesellschaften: Betreiber sind nicht verpflichtet, Gesellschafter der neuen Gesellschaft zu werden, profitieren jedoch von einem wirtschaftlichen Mehrwert, wenn sie dies tun.

Für Betreiber ist die Entscheidung, einem Cluster beizutreten, individuell zu bewerten. Die wirtschaftlichen Aspekte müssen genau abgewogen werden: Ist die Lieferung von Rohgas an ein Cluster vorteilhafter als die eigene Einspeisung ins Gasnetz oder die Flexibilisierung am Standort? Die Vorteile eines Clusters liegen nicht nur in der gemeinsamen Gasnutzung, sondern auch in der Entlastung des Managements und der Vereinfachung der Betriebsabläufe.

Das Management wird durch die Bildung einer neuen Gesellschaft, die für die Aufbereitung und Einspeisung verantwortlich ist, entlastet. Diese Gesellschaft übernimmt auch die Dokumentation und Zertifizierung der Gasmengen, sodass der Betreiber sich auf die wesentlichen Abläufe konzentrieren kann. Die Organisation und der Nachweis der Nachhaltigkeit für das Rohbiogas können ebenfalls zentralisiert werden.

Im Hinblick auf die Infrastruktur ist eine Rohgasleitung eine attraktive Alternative, insbesondere wenn Betreiber nicht über die nötigen Stromnetzanschlüsse für flexible BHKW-Standorte verfügen. Diese Rohgasleitungen können über mehrere Kilometer nahezu verlustfrei betrieben werden und ermöglichen es, Gase von mehreren Biogasanlagen zu einem zentralen Wärmenetz zu transportieren. Die langfristigen Vorteile solcher Leitungen sind erheblich, da sie über Jahrzehnte genutzt werden können, ohne nennenswerte Energieverluste zu erzeugen.

Dr. Scholwin empfiehlt, sich frühzeitig mit Clusterprojekten zu befassen, idealerweise mindestens vier Jahre vor dem Auslaufen von EEG-Vergütungen. Die Koordination, Planung und Genehmigungen benötigen ausreichend Zeit, um eine erfolgreiche Umsetzung zu gewährleisten. Die ideale Entfernung zwischen den Biogasanlagen sollte dabei unter drei bis vier Kilometern liegen, um die Wirtschaftlichkeit des Clusters zu sichern.

Ein weiterer Aspekt ist die Möglichkeit, industrielle Abnehmer wie Molkereien oder Papierfabriken direkt mit Rohbiogas zu versorgen. Diese Standorte haben einen ganzjährigen Bedarf an Gas oder Wärme und könnten so in die Überlegungen für Clusterlösungen einbezogen werden.

Die Marktbedingungen für die Methanverflüssigung sind derzeit jedoch noch herausfordernd, da diese Methode wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig ist. Die Einspeisung ins Erdgasnetz bleibt die kostengünstigere Option. Trotz der Herausforderungen sieht Dr. Scholwin großes Potenzial für Biogascluster, insbesondere in Regionen, in denen viele Biogasanlagen dicht beieinander stehen. Die Zukunft der Biogasnutzung wird durch innovative Ansätze und Kooperationen geprägt sein.

Foto - www.topagrar.com

Tematy: Agrochemie, Aquakultur, Abfallrecycling

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