Rukwied: Bundesregierung bleibt hinter Erwartungen zurück
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Rukwied: Bundesregierung bleibt hinter Erwartungen zurück

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Rukwied: Bundesregierung bleibt hinter Erwartungen zurück

Źródło: AGRONEWS Wszystkie aktualności źródła

Als Präsident des Deutschen Bauernverbandes äußert Joachim Rukwied 2026 deutliche Kritik an der Bundesregierung und skizziert Erwartungen für die kommenden Monate. Er betont, dass die Landwirtschaft Planungssicherheit, verlässliche Förderinstrumente und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen benötigt, um Investitionen in Klima-, Umwelt- und Tierwohlmaßnahmen zu ermöglichen. Die Stellungnahme des DBV ist als Perspektive zu verstehen und richtet Forderungen an Politik, Verwaltung und Märkte.

Rukwied weist auf deutlich gestiegene Kosten für Betriebe hin, insbesondere durch höhere Energiepreise und increased Lohnkosten infolge gesetzlicher Anpassungen. Gleichzeitig bemängelt er, dass Erzeugerpreise diesen Kostenanstieg nicht ausgleichen, was die wirtschaftliche Lage vieler Höfe verschärft. Für die kommenden Monate fordert der DBV konkrete Maßnahmen zur Entlastung, damit Betriebe nicht in Existenznöte geraten.

In der Tierhaltung sieht Rukwied akuten Regelungs- und Investitionsbedarf: Der Umbau zugunsten höherer Tierwohlstandards verläuft nach seiner Darstellung zu langsam und ohne ausreichende Planungssicherheit. Er fordert ein nationales Programm für die Sauenhaltung, das verbindliche Vorgaben mit finanziellen Anreizen kombiniert, um sowohl Tierwohl als auch betriebswirtschaftliche Perspektiven zu sichern. Solche Programme sollten klare Zeitfenster, Förderbedingungen und Finanzierungspfade enthalten, damit Betriebe gezielt investieren können.

Beim Düngerecht erwartet der DBV pragmatische Lösungen, die praktikabel für unterschiedliche Betriebsgrößen sind und rechtliche Sicherheit bieten. Rukwied macht zudem deutlich, dass Biokraftstoffe und Bioenergie langfristig Teil eines regenerativen Energiemixes bleiben müssen und Rahmenbedingungen geschaffen werden sollten, die den Erhalt und die Modernisierung von Biogasanlagen ermöglichen. Hierzu zählen verlässliche Abnahmemodelle, technische Nachrüstmöglichkeiten und Förderprogramme für Effizienzsteigerungen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Abbau bürokratischer Belastungen: Rukwied kritisiert, dass angekündigter Bürokratieabbau noch nicht in ausreichendem Maße spürbar sei und dass Verwaltungsaufwand die Leistungsfähigkeit vieler Betriebe einschränkt. Er fordert, dass Mehrleistungen für Umwelt, Klima und Tierwohl nicht allein auf den Schultern der Landwirte lasten, sondern öffentlich finanziert und durch marktbasierte Instrumente begleitet werden. Die Gemeinsame Agrarpolitik bleibt für ihn Rückgrat und Referenzpunkt für europäische Regelungen.

Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und unterbrochener Lieferketten betont der DBV die Bedeutung einer leistungsfähigen heimischen Landwirtschaft für Versorgungssicherheit. Rukwied verlangt von der Bundesregierung kurzfristige Entlastungsmaßnahmen, mittelfristige Investitionsanreize und klare Signale zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, damit Betriebe in die nötigen Umstellungen investieren können. Die Forderungen richten sich auf konkrete politische Schritte und Finanzierungslösungen, um die beschriebenen Prozesspfade in den kommenden Monaten umzusetzen.

Foto - www.bauernverband.de

Tematy: Agrarpolitik, Tierhaltung, Investitionen

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