Podcasterin Sarah Weiß hat den Bioland-Hof Fischer-Ittlinger in Haidlfing besucht und beleuchtet die Rolle des Ökolandbaus für Klima und Umwelt. Der Hof wird ökologisch bewirtschaftet und umfasst Ackerbau, ein Sägewerk, eine Imkerei sowie eine Mühle zur Verarbeitung von eigenem Getreide. Im Hofladen werden unter anderem hausgemachte Nudeln angeboten, die aus dem eigenen Anbau stammen.
Boden als aktives Ökosystem
Ein zentraler Fokus der Podcastfolge liegt auf der Bedeutung des Bodens als lebendiges Ökosystem. Bei einer Spatenprobe erläutern Susanne und Theresa Fischer, wie die Bodenstruktur aussieht: gut durchwurzelte Erde und zahlreiche Regenwurmgänge sind Zeichen für einen gesunden Boden. Die Regenwürmer, als unsichtbare Helfer, spielen eine entscheidende Rolle, indem sie den Boden auflockern und Nährstoffe zersetzen. Der Humusgehalt, der durch gezielte Fruchtfolgen und Zwischenfrüchte erhöht wird, ist essenziell für die Wasserspeicherung und Nährstoffversorgung der Pflanzen.
Starke Wetterextreme erfordern einen gesunden Boden, der sowohl Starkregen als auch Trockenperioden besser abpuffern kann. Die Familie Fischer setzt daher auf nachhaltige Bewirtschaftung, um Bodenerosion zu verhindern und die Wasseraufnahmefähigkeit zu erhöhen. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, da der Erhalt des Bodens die Lebensgrundlage der Landwirtschaft darstellt.
Respekt vor der Natur
Susanne Fischer betont den Respekt, den sie und ihre Familie gegenüber der Natur haben: "Wir schaffen die richtigen Bedingungen, den Rest erledigt die Natur." Ihre langjährige Erfahrung in der ökologischen Landwirtschaft zeigt, wie wichtig es ist, die natürlichen Prozesse zu verstehen und zu unterstützen. Der Bioland Hof Fischer-Ittlinger ist ein Beispiel dafür, wie nachhaltige Landwirtschaft nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Die Aufnahmen in Haidlfing sind Teil einer Reihe, die in Zusammenarbeit mit TAGWERK und Bioland Bayern entstanden ist, um die Hintergründe des ökologischen Landbaus sichtbar und hörbar zu machen.
Foto - www.bioland.de