Grünlandreifeprüfung – 4. Mitteilung
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Grünlandreifeprüfung – 4. Mitteilung

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Grünlandreifeprüfung – 4. Mitteilung

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Allgemeine Bedingungen

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen meldet für den ersten Aufwuchs 2026 eine ausgeprägte Zuckeranreicherung in den Beständen nach sonnigen Tagen und klaren, kühlen Nächten, was zu hohen Assimilationsraten geführt hat. Die anhaltende Trockenheit hat das Halmwachstum gebremst, wodurch die Zunahme der Rohfaser weitgehend „eingefroren“ ist und physiologische Reife nicht in gewohnter Weise fortschritt. Trockenheitsbedingte Wuchsdepressionen haben die Ertragszuwächse verlangsamt, der Gesamt-TS-Ertrag bleibt in vielen Regionen jedoch weiterhin positiv. Der erwartete Niederschlag in der 19. Kalenderwoche unterbricht derzeit das Erntegeschehen und wirkt sich voraussichtlich günstig auf die Rohfaserentwicklung aus.

Ergebnisse für Ackergras (Auswahl Standorte)

Am 27. April wurden Ackergrasproben von sechs Standorten entnommen und per NIRS analysiert; die Auswertung erfolgte durch die LUFA Nordwest. Die Bestände weisen weiterhin sehr hohe Energiegehalte von 6,6–6,7 MJ NEL/kg TM auf, während die Rohfaserwerte stagnieren (19,1–20,7 % XF i.Tr.) und der Rohproteingehalt reduziert ist (11,3–14,8 % XP i.Tr.). Die Trockenmasseerträge variieren regional: mäßig auf trockeneren Böden (z. B. Südheide), hoch bis sehr hoch in besseren Lagen im Westen und an der Küste. Zwischenfruchtbestände mit Welschem Weidelgras wurden bereits geerntet, um Flächen für Silomais vorzubereiten; die Startwerte zeigten günstige Eiweißgehalte >14 % und hohe Energiedichte >6,4 MJ NEL/kg TM.

Die Kammer weist darauf hin, dass zusätzlich die neue ME-Bewertung der GfE zur Fütterungsplanung herangezogen werden kann; die Angabe dient dem Vergleich für Milchviehhalter, die auf diese Energiebewertung umstellen.

Dauergrünland: Qualität, Erträge und Erntefenster

In 17 intensiv genutzten Dauergrünland-Standorten lagen die Bestandeshöhen am 27. April zwischen 16 und 30 cm, die Trockenmasseerträge schwankten deutlich von 16,7 bis 44,8 dt TM/ha. Rohfaserwerte fielen gegenüber der Vorwoche deutlich ab, während die Zuckergehalte mit >20–28 % XZ i.Tr. sehr hoch sind und die Rohproteinwerte weiterhin auf hohem Niveau liegen (16,7–20,7 % XP i.Tr.).

Einige Flächen wurden bereits in der letzten Aprilwoche bei sonniger Witterung eingeschnitten und ergaben bei abgestimmter Erntekette und Silierverfahren sehr energiereiche Silagen; die empfohlenen Mindestwerte für Rohfaser wurden dabei allerdings noch nicht überall erreicht. Mit der erwarteten Erwärmung und den Niederschlägen in der 19. KW ist mit einem raschen Anstieg der Rohfaseranteile zu rechnen, sodass sich das Erntefenster über etwa zwei Wochen bis Mitte Mai erstrecken dürfte.

Ernteempfehlung und Ausblick

Für die Milchviehfütterung wird empfohlen, die Ernte nach dem Durchgang der Tiefdrucklage vorzunehmen und dabei auf abgestimmte Silierkette sowie ausreichende Struktur in der Silage zu achten. Beobachten Sie insbesondere Rohprotein, Trockenmasseertrag und Zuckergehalte vor der Ernte, um den optimalen Schnittzeitpunkt für hohe Energiegehalte und verwertbare Faser zu treffen. Die Kammer plant eine aktualisierte Prognose am Montag, 4. Mai, die die weitere Entwicklung bis zum Ende der 19. Kalenderwoche bewertet.

Foto - www.lwk-niedersachsen.de

Sujets: Agronomie, Futtermittelindustrie, Erntekampagne

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