Raps als Hoffnungsträger: Anbau und Nutzung nehmen zu
close_up

Ce site utilise des cookies. En savoir plus sur les finalités de leur utilisation et la modification des paramètres de cookies dans votre navigateur. En utilisant ce site, vous acceptez l'utilisation des cookies conformément aux paramètres actuels de votre navigateur En savoir plus sur les cookies

Raps als Hoffnungsträger: Anbau und Nutzung nehmen zu

Temps de lecture: un peu plus de 2 minutes

Raps als Hoffnungsträger: Anbau und Nutzung nehmen zu

Source: AGRONEWS Toutes les actualités de la source

Büdingen - Raps wird zunehmend als Schlüsselpflanze in der Landwirtschaft geschätzt, da er vielseitig einsetzbar ist und sowohl zur menschlichen Ernährung als auch als Tierfutter und in der Biodieselproduktion dient. Angesichts geopolitischer Krisen, insbesondere des Iran-Kriegs, sieht Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbands, in der Erweiterung des Rapsanbaus eine Hoffnung für Verbraucher und Landwirte.

Laut dem Statistischen Landesamt wurde in Hessen im Jahr 2026 bereits auf einer Fläche von etwa 51.500 Hektar Winterraps angebaut, was im bundesweiten Vergleich von 1,1 Millionen Hektar beachtlich ist. Die Anbaufläche für Winterweizen, die meistangebaute Feldfrucht in Hessen, beträgt rund 148.900 Hektar. Thomas Eller, Vorsitzender der Hessischen Erzeugerorganisation für Raps, hebt hervor, dass aus einem Hektar Raps etwa 1.600 Liter Öl gewonnen werden können.

Aktuell befinden sich die Rapsbestände in Hessen, besonders in Mittel- und Südhessen, in einem vielversprechenden Zustand. Die milde Witterung und die günstigen Bedingungen während der Aussaat haben dazu geführt, dass die Pflanzen gut gedeihen. Die Rapsblüte, die durch ein Meer von leuchtend gelben Blüten geprägt ist, bietet zudem Nahrung für Bestäuberinsekten und trägt zur Biodiversität bei.

Die Verwendung von Raps ist vielfältig: Neben hochwertigem Speiseöl wird der Rapskuchen, ein Restprodukt, als Eiweißfutter für Tiere genutzt. Rapsöl wird auch zur Herstellung von Biodiesel verwendet, was einen sofortigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. In der Industrie findet Rapsöl Anwendung in Schmierstoffen, Farben und Kosmetika. Die tiefwurzelnde Pflanze verbessert die Bodenstruktur und kann in weniger geeigneten Regionen für andere Feldfrüchte angebaut werden.

Die Schädlingsbekämpfung bleibt jedoch ein umstrittenes Thema. Schädlinge wie Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer treten vermehrt auf, was eine Anpassung in der Bekämpfung erforderlich macht. Schmal betont, dass der Raps abends behandelt wird, um nützliche Insekten zu schonen, und spricht von einem verantwortungsvollen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln.

Im Kontext der Energiekrise, die durch den Iran-Krieg verstärkt wurde, plädiert Schmal für eine Erhöhung des Anteils von Rapsöl im Biodiesel. Durch die Preissprünge bei Öl und Gas sei eine stärkere Beimischung von Rapsöl in Biodiesel von etwa sechs bis sieben Prozent auf potenziell zehn Prozent möglich. Moderne Motoren könnten dies problemlos verkraften, wobei eine politische Entscheidung erforderlich sei. Schmal ist zuversichtlich, dass die Landwirte im nächsten Jahr auch die Anbauflächen für Raps erhöhen könnten, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Foto - www.proplanta.de

Sujets: Agrarpolitik, Aquakultur, Brauen, Feiertage

Agronews

Actualites sur le sujet

Mot de passe oublie ?
J'accepte les conditions d'utilisation

Contacter la rédaction