Dürre in Bayern: Wintergetreide profitiert, aber Vorsicht bleibt geboten
close_up

Ce site utilise des cookies. En savoir plus sur les finalités de leur utilisation et la modification des paramètres de cookies dans votre navigateur. En utilisant ce site, vous acceptez l'utilisation des cookies conformément aux paramètres actuels de votre navigateur En savoir plus sur les cookies

Dürre in Bayern: Wintergetreide profitiert, aber Vorsicht bleibt geboten

Temps de lecture: un peu plus de 2 minutes

Dürre in Bayern: Wintergetreide profitiert, aber Vorsicht bleibt geboten

Source: AGRONEWS Toutes les actualités de la source

In Bayern mangelt es vielerorts an Niederschlägen, was in einigen Regionen über 70 % unter dem Normalwert liegt. Diese Trockenheit wirkt sich positiv auf das Wintergetreide aus, da weniger pilzliche Schaderreger in einem trockenen und kalten Klima gedeihen. Dennoch müssen Landwirte wachsam bleiben, um mögliche Risiken zu minimieren.

Die Trockenheit hat bereits im März begonnen und zeigt sich auch im April, der bisher nur bescheidenen Niederschlag gebracht hat. Die letzten, meist leichten Regenfälle führten im Durchschnitt des LfL-Messnetzes zu lediglich 4 mm Wasser. Besonders im nördlichen Schwaben und Oberbayern gab es teilweise keinen Niederschlag.

Gesunde Bestände bei Wintergerste und Winterweizen

Die Entwicklung der Wintergerste ist in diesem Jahr unter den kühlen Bedingungen etwas verzögert. Zu Beginn der Woche hatte ein Großteil der Bestände das 2- oder 3-Knotenstadium (BBCH 32/33) erreicht, während in günstigen Lagen bereits das Fahnenblatt (BBCH 37) sichtbar wurde. Die ersten Krankheitsbonituren zeigen, dass die Bestände in einem überwiegend gesunden Zustand sind, mit nur geringem Befall, der weit von den Bekämpfungsschwellen entfernt ist.

Bei der Wintergerste gab es in der Vorwoche nur in zwei von 59 Schlägen in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Kitzingen einen Überschuss an Netzflecken. Dies betraf mittel-resistente Sorten wie Kiss und SY Baracooda. Ein weiterer Schlag im Landkreis Haßberge zeigte bei der Sorte Avantasia einen Befall mit Mehltau. Die kühlen Nächte und die fehlenden hohen Tageshöchsttemperaturen von mindestens 20 °C hemmen die Ausbreitung der Krankheiten stark.

Empfehlungen für den Fungizideinsatz

Für die Wintergerste ist ein Fungizideinsatz nur dann sinnvoll, wenn mehr Regen fällt und die Temperaturen steigen. Bei einem möglichen Befall über die Schwellenwerte könnte eine Behandlung während der Schossphase in seltenen Fällen notwendig werden. Zu den empfohlenen Produkten gehören unter anderem 0,8 l Input Classic, 1,5 l Delaro Forte oder 0,6 l Verben. Der Großteil der Bestände benötigt jedoch keine Maßnahmen, da eine Fungizidbehandlung voraussichtlich erst ab dem vollständig geschobenen Fahnenblatt (BBCH 39) erforderlich sein wird.

Im Winterweizen haben etwa 50 % der Pflanzen in Bayern mittlerweile das 1-Knotenstadium (BBCH 31) erreicht, was den Beginn der Krankheitskontrollen markiert. Die Laboruntersuchungen zeigen sehr gesunde Bestände, mit Ausnahme eines Schlags im Landkreis Bayreuth, wo bei der Sorte RGT Kreation erster Befall mit Septoria tritici festgestellt wurde.

Vorsicht bei Septoria und Gelbrost

DTR und Septoria sind derzeit noch nicht bekämpfungsrelevant, da die Bedingungen für eine Ausbreitung ungünstig sind. Die Kontrollen beginnen erst, wenn das Blatt F-4 vier von zehn Pflanzen mit Septoriabefall zeigt und mindestens 5 bis 10 mm Regen und 36 Stunden Blattfeuchte vorhanden sind. Erste Symptome sind aufgrund der kühlen Wetterbedingungen frühestens Anfang Mai zu erwarten. Zudem wurden erste Gelbrostfälle bei der resistent eingestuften Sorte KWS Emerick sowie bei der Triticalesorte Ramdam gefunden, was weitere Beobachtungen erfordert.

Trotz der positiven Entwicklung der Wintergetreidebestände müssen Landwirte in den kommenden Wochen aufmerksam bleiben, um mögliche Krankheitsausbrüche rechtzeitig zu erkennen und zu handeln. Die anhaltende Trockenheit könnte zudem dazu führen, dass alte, infizierte Blätter schneller absterben, was neue Infektionen hemmt.

Diese Umstände unterstreichen die Notwendigkeit eines integrierten Pflanzenschutzes, um die Ernteerträge zu sichern und Schäden zu vermeiden.

Foto - www.wochenblatt-dlv.de

Sujets: Agronomie, Aquakultur, Kartoffelproduktion und -verarbeitung, Pflanzenanbau

Agronews

Actualites sur le sujet

Mot de passe oublie ?
J'accepte les conditions d'utilisation

Contacter la rédaction