EU-Haushaltspläne gefährden Sachsens Fördermittel
close_up

This site uses cookies. Learn more about the purposes of using cookies and changing the cookie settings in your browser Using this site, you agree to use cookies in accordance with the current browser settings Learn more about cookies

EU-Haushaltspläne gefährden Sachsens Fördermittel

Reading time: slightly more 1 minutes

EU-Haushaltspläne gefährden Sachsens Fördermittel

Source: AGRONEWS All news of the source

Die geplanten EU-Haushaltsreformen könnten erhebliche Auswirkungen auf die Fördermittel für Sachsen haben. Der sächsische SPD-Europaabgeordnete Matthias Ecke warnt, dass die Zentralisierungspläne der EU-Kommission die finanzielle Unterstützung für den Freistaat drastisch verringern könnten. Aktuell erhält Sachsen rund 3,8 Milliarden Euro aus EU-Fördertöpfen, doch die neuen Vorschläge könnten dazu führen, dass bis zu drei Viertel dieser Mittel verloren gehen. Ecke betont, dass die Region mehr Mitsprache bei der Verteilung der Gelder benötigt, um die spezifischen Bedürfnisse vor Ort zu berücksichtigen.

Ecke kritisiert, dass die EU-Kommission zunehmend die Verantwortung für Fördermittelverteilung an die Regierungen der Mitgliedstaaten übergibt und dabei die regionalen Interessen ignoriert. Dies wird als gefährlicher Trend angesehen, der die Stärkung der Regionen untergräbt. "Wenn man Strukturpolitik zentralisiert, verkennt man, wo Europas Stärke liegt", so Ecke. Er fordert klare Budgets und Planungssicherheit für die Regionen, um die wirtschaftliche Stabilität in Sachsen zu wahren.

Ein weiterer Punkt der Kritik ist die mögliche Reform der europäischen Agrarpolitik, die insbesondere große Agrarbetriebe in Ostdeutschland betreffen könnte. Die EU plant, die Fördermittel für größere Betriebe zu begrenzen und stattdessen kleinere, bäuerliche Strukturen zu unterstützen. Ecke bezeichnet diese Änderung als "Supergau" für die sächsische Landwirtschaft, da die durchschnittliche Betriebsgröße in Sachsen bei etwa 138 Hektar liegt, was mehr als doppelt so groß ist wie der deutsche Durchschnitt.

Die Sorgen um die zukünftige Förderung und die Strukturpolitik in der EU werden von weiteren sächsischen Politikern geteilt, darunter Oliver Schenk von der CDU, der ebenfalls betont, dass die Regionen in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden müssen. Die anhaltende Diskussion über die EU-Haushaltspläne zeigt, wie wichtig es ist, die regionalen Gegebenheiten zu berücksichtigen, um der sächsischen Agrarwirtschaft eine nachhaltige Zukunft zu sichern.

Foto - www.diesachsen.de

Topics: Agrarpolitik, Aquakultur, Afrikanische Schweinepest

Agronews

Related news

Forgot your password?

Contact the editor