40 % weniger Betriebe: Ist das Lebensmittel-Handwerk bedroht?
close_up

See veebileht kasutab küpsiseid. Lisateave küpsiste kasutamise ja brauseri seadistuste muutmise kohta. Veebilehte kasutades nõustute küpsiste kasutamisega vastavalt praegustele brauseri seadistustele. Lisateave küpsiste kohta

40 % weniger Betriebe: Ist das Lebensmittel-Handwerk bedroht?

Lugemisaeg: veidi rohkem 2 minutit

40 % weniger Betriebe: Ist das Lebensmittel-Handwerk bedroht?

Allikas: AGRONEWS Kõik selle allika uudised

Immer weniger Bäcker, Metzger und Verarbeiter sind im Lebensmittelhandwerk tätig, was einen ernsthaften Strukturwandel im ländlichen Raum Brandenburgs zur Folge hat. Aktuellen Berichten zufolge ist die Zahl der Lebensmittelhandwerksbetriebe in Deutschland seit 2000 um 40 % gesunken. Dies hat dramatische Auswirkungen auf die regionale Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen.

Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) hat kürzlich Akteure aus verschiedenen Bereichen eingeladen, um über die Herausforderungen im Lebensmittelhandwerk zu diskutieren. Während der zweitägigen Veranstaltung in Eberswalde wurden nicht nur Probleme erörtert, sondern auch Betriebe in den Landkreisen Barnim und Uckermark besichtigt, die erfolgreich mit innovativen Ideen gegen den Strukturwandel ankämpfen.

Ein Beispiel ist die Molkerei Lobetaler Bio, die zur Hoffnungstaler Stiftung gehört. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen, um hochwertige Bio-Milchprodukte herzustellen. Diese Betriebe sind essenziell für die lokale Ernährungssicherung und bieten Perspektiven für viele Menschen in der Region. Die Molkerei verarbeitet Bio-Milch zu einer Vielzahl von Produkten, die direkt im hofeigenen Laden verkauft werden, was die lokale Wertschöpfung unterstützt.

Ein weiteres Beispiel ist Gut Kerkow im Landkreis Uckermark. Der Betrieb hat sich durch Diversifikation in Landwirtschaft, Tourismus und Fleischverarbeitung erfolgreich positioniert. Mit einer eigenen Bio-Rinderherde und einer Fleischmanufaktur setzt Gut Kerkow auf nachhaltige Wirtschaftsweisen. Hier werden auch regionale Partnerbetriebe einbezogen, um die kurzen Transportwege und die lokale Vernetzung zu fördern.

In einem aktuellen Forschungsprojekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wird untersucht, wie Unternehmen im ländlichen Raum durch innovative Nachfolgemodelle gestärkt werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Betriebe vor großen Herausforderungen bei der Unternehmensnachfolge stehen, da die Gründer oft ohne familiäre Tradition in die Selbstständigkeit gestartet sind. Der Verlust solcher Betriebe hätte gravierende Konsequenzen für die lokale Wirtschaft.

Die Bäckerei Wiese in Eberswalde ist ein Beispiel für einen erfolgreichen Nachfolgeprozess. Hier haben die Geschwister Wiese, die das Unternehmen seit über 25 Jahren führen, die Unternehmensnachfolge aktiv gestaltet. Durch Workshops und Schulungen haben sie eine neue Gesellschaftsform etabliert, die es ermöglicht, Verantwortung zu teilen und ein unternehmerisches Denken unter den Mitarbeitern zu fördern.

Die DVS betont die Notwendigkeit, politische Strategien zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen zu entwickeln, um die regionale Wertschöpfung zu sichern. Sie fordert Maßnahmen, die den Strukturwandel nicht nur erkennen, sondern aktiv entgegentreten. Die Zukunft des Lebensmittelhandwerks hängt entscheidend von solchen Initiativen ab.

Foto - www.bauernzeitung.de

Teemad: Agrarpolitik, Bioprodukte, Fleischverarbeitung

Agronews

Seotud uudised

Unustasid parooli?

Võtke toimetusega ühendust