Immer weniger Junglandwirte: Herausforderungen der Hofnachfolge
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Immer weniger Junglandwirte: Herausforderungen der Hofnachfolge

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Immer weniger Junglandwirte: Herausforderungen der Hofnachfolge

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Eine aktuelle Studie zeigt einen alarmierenden Rückgang der Junglandwirte in der EU. Der Anteil der Landwirte unter 40 Jahren ist laut Angaben der EU-Kommission von 28 % im Jahr 2010 auf nur noch 11 % im Jahr 2026 gesunken. Diese Entwicklung betrifft nicht nur die Anzahl der Junglandwirte, sondern auch die zukünftige Sicherstellung der Landwirtschaft in Europa.

Der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend, Lars Ruschmeyer, bestätigt diese alarmierenden Zahlen: "Von 1,1 Millionen Junglandwirten im Jahr 2016 sind nur noch etwa 960.000 übrig. Die Situation ist ernst, und wir müssen uns fragen, warum immer weniger junge Menschen bereit sind, einen Betrieb zu übernehmen."

Ein zentraler Grund für diesen Rückgang sind die sich verändernden Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft. Junge Landwirte stehen vor großen Herausforderungen wie steigenden Kosten, unzureichenden Erlösen und einer komplexen Bürokratie. Viele von ihnen sind unsicher, ob sie den Druck, der mit der Übernahme eines Hofes einhergeht, langfristig standhalten können. Das Risiko, in eine Branche einzutreten, die häufigen politischen Änderungen unterliegt, schreckt viele ab.

Die Unterstützung für Junglandwirte über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) reicht nicht aus, um diese Hemmnisse zu überwinden. Ruschmeyer erläutert: "Zwar gibt es Fördermaßnahmen, aber viele Junglandwirte wissen nicht einmal, dass sie existieren. Zudem sind die Verfahren oft kompliziert und erfordern ein umfassendes Betriebskonzept, das nicht immer leicht zu erstellen ist."

Ein weiterer Punkt sind die bestehenden Fehlanreize innerhalb der Förderung. In einigen Ländern, wie beispielsweise Österreich, können Landwirte im Rentenalter keine Prämien mehr beantragen, was unter Umständen dazu führt, dass ältere Landwirte ihre Betriebe länger führen, anstatt sie an die nächste Generation zu übergeben. Ruschmeyer fordert daher mehr Anreize für junge Landwirte und weniger Druck auf ältere Generationen.

Um die Situation zu verbessern, fordert Ruschmeyer mehrere Maßnahmen. Dazu gehören eine bessere Informationslage über Fördermöglichkeiten, die Schaffung eines praxisorientierten Starterpakets für Junglandwirte sowie die Unterstützung beim Zugang zu Land und Wohnraum für Arbeitskräfte. "Die Bürokratie muss abgebaut werden, denn sie stellt ein großes Hindernis dar. Außerdem sollten Förderprogramme flexibler gestaltet werden, um den Lebensrealitäten junger Landwirte Rechnung zu tragen."

Ein wichtiger Aspekt ist auch die innerfamiliäre Hofübergabe, die nach wie vor die häufigste Form der Nachfolge ist. Ruschmeyer sieht hier Potenzial, den Generationenwechsel einfacher zu gestalten und gleichzeitig die Attraktivität des Berufsstandes zu erhöhen. "Wir müssen die Landwirtschaft als Beruf nachhaltiger und attraktiver gestalten, um junge Menschen zu motivieren, diesen Weg zu wählen."

Die Landwirtschaft und die ländlichen Räume müssen in einem Atemzug gedacht werden. Nur durch Investitionen in die ländlichen Regionen können Perspektiven für junge Menschen geschaffen werden. Dies ist entscheidend, um die nächste Generation von Landwirten zu fördern und die Hofnachfolge zu sichern.

Foto - www.landundforst.de

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