Rainer: Freiwilliger Moorbodenschutz als Geschäftsmodell
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Rainer: Freiwilliger Moorbodenschutz als Geschäftsmodell

Allikas: AGRONEWS Kõik selle allika uudised

Um den Moorbodenschutz in Deutschland zu stärken, hat die Bundesregierung die Palu-Förderrichtlinie ins Leben gerufen. Diese Richtlinie, die in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) entwickelt wurde, zielt darauf ab, die Forst- und Landwirtschaft bei der Wiedervernässung von Moorböden zu unterstützen. Bis Ende 2029 stehen dafür insgesamt 1,75 Milliarden Euro an Fördergeldern zur Verfügung.

Das BMLEH setzt sich für praxisnahe und sinnvolle Ansätze ein, die den Moorschutz erfolgreich gestalten. Dabei wird insbesondere auf die Freiwilligkeit der beteiligten Betriebe geachtet. Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hebt hervor: „Unsere Moore sind unverzichtbare natürliche Klimaschützer. Das ist eine riesige Chance für unsere Forst- und Landwirtschaft: Moorböden wiederzuvernässen ist Klimaschutz als Geschäftsmodell. Sei es der Anbau von Schilf als Baustoff für Dächer oder Fleisch aus der Haltung von Wasserbüffeln – hier liegen neue Einkommenschancen für unsere Höfe.“

Die Palu-Förderrichtlinie ermöglicht innovative Nutzungsformen, wie zum Beispiel Moor-Photovoltaik, die nicht nur dem Umweltschutz dienen, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für die Landwirte bieten können. Rainer betont, dass Moorschutz nur gemeinsam mit den Betrieben gelingen kann und sieht es als Aufgabe der Politik, entsprechende Angebote zu schaffen, die den Klimaschutz für die Landwirte rentabel machen.

Die Richtlinie wurde von der Europäischen Kommission genehmigt, was den Weg für Deutschlands Maßnahmen zur dauhaften und weitgehenden Wiedervernässung land- und forstwirtschaftlich genutzter Moorböden ebnete. Die Federführung für diese Förderrichtlinie liegt beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Moore spielen eine entscheidende Rolle als Kohlenstoffspeicher, und die Trocknung dieser Gebiete führt zu erheblichen Emissionen von Treibhausgasen. Aktuell sind in Deutschland mehr als 90% der Moorböden entwässert. Durch die Wiedervernässung kann nicht nur das Klima geschützt werden, sondern es können auch neue Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum etabliert werden.

Die Bundesregierung sieht in der Wiedervernässung von Moorböden eine bedeutende Möglichkeit, den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft zu verringern und gleichzeitig die wirtschaftliche Basis der Betriebe zu stärken. In Zukunft wird die Förderung des Moorbodenschutzes ein zentraler Bestandteil der Agrarpolitik in Deutschland sein.

Foto - www.gabot.de

Teemad: Agrarpolitik, Fleischverarbeitung, Landwirtschaft

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