Bad Berleburg: Energie-Kommune des Monats Mai 2026
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Bad Berleburg: Energie-Kommune des Monats Mai 2026

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Bad Berleburg: Energie-Kommune des Monats Mai 2026

Quelle: AGRONEWS Alle Nachrichten der Quelle

Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ ernannt. Die nordrhein-westfälische Kommune verfolgt eine umfassende Strategie zur Nutzung von Windkraft, Photovoltaik und innovativen Mobilitätskonzepten mit dem Ziel, bis 2035 treibhausgasneutral zu werden. Bad Berleburg hat sich als Vorreiter in der nachhaltigen Stadtentwicklung etabliert und setzt auf die Verbindung von Klimaschutz, regionaler Wertschöpfung und sozialer Beteiligung.

Die rund 18.400 Einwohner zählende Kommune verfolgt seit 2018 eine Nachhaltigkeitsstrategie bis 2030, die als Grundlage für politische Entscheidungen dient. Verwaltung und Politik betrachten die Energiewende als Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche von Energieversorgung über Wärmeplanung bis hin zu Mobilität umfasst. Ein Hauptaugenmerk liegt auf dem Ausbau erneuerbarer Energien. So hat die Stadt bereits sechs Photovoltaikanlagen auf eigenen Gebäuden installiert, mit weiteren Projekten in Planung. Zudem stellt die Kommune Dächer für Bürgersolaranlagen zur Verfügung, um den Bürgerinnen und Bürgern die finanzielle Beteiligung an der Energiewende zu ermöglichen.

Der Ausbau der Windenergie wird in Bad Berleburg ebenfalls stark vorangetrieben. Aktuell stehen im Stadtgebiet acht Windkraftanlagen in Betrieb, mit einer langfristigen Prognose von insgesamt etwa 60 Anlagen. Ein interkommunaler Windpark mit der Nachbarstadt Hallenberg ist im Bau und wird als das größte Projekt zum Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland angesehen. Die WestfalenWIND-Gruppe plant insgesamt 32 Windkraftanlagen, deren Bau bereits begonnen hat. Bis 2027 sollen diese Anlagen jährlich etwa 500.000 Megawattstunden Strom erzeugen, was rechnerisch für rund 142.000 Haushalte ausreicht.

Die Stadt Bad Berleburg legt großen Wert darauf, dass die Bevölkerung wirtschaftlich vom Ausbau profitiert. Geplant ist ein jährlicher Zuschuss von 60 Euro pro Einwohner für klimafreundlichen Strom. Darüber hinaus sollen Beteiligungsmodelle zusätzliche Einnahmen für die Bürgerinnen und Bürger ermöglichen. Ein Teil der Erträge wird in eine Nachhaltigkeitsstiftung fließen, die Projekte in den Ortsteilen unterstützen wird.

Für die Wärmeversorgung prüft die Kommune verschiedene Optionen, darunter Geothermie, Solarthermie und Großwärmepumpen. Ein Biomasse-Heizkraftwerk versorgt bereits das Rothaarbad und eine Dreifachturnhalle mit Wärme. Eine Energiegenossenschaft arbeitet zudem an einem Nahwärmenetz für mehrere Ortsteile. Bad Berleburg untersucht auch das Potenzial für die Erzeugung von grünem Wasserstoff, um diesen für Industrieprozesse oder den Verkehr nutzen zu können, insbesondere angesichts des erwarteten Stromüberschusses aus der Windenergie.

Die Mobilität ist ein weiterer zentraler Bestandteil der Strategie. Das „Mobilitätskonzept 2040“ sieht den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, des Radverkehrs und der Ladeinfrastruktur für Elektroautos vor. Zudem wird im Rahmen des Projekts „Go Si-Wi Go“ die Einführung flexibler Rufbus-Angebote für den ländlichen Raum getestet, mit der Aussicht auf autonomes Fahren in der Zukunft.

Foto - www.stadt-und-werk.de

Themen: Agronomie, Agrarpolitik, Aquakultur, Abfallrecycling

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