Mineraldünger für Hobbygärtner wird voraussichtlich ab 2026 teurer. Stephan Engster, der Geschäftsführer von Compo, hat im "Spiegel" prognostiziert, dass der Preis für einen Liter mineralischen Flüssigdünger von derzeit etwa 12 Euro auf 13 bis 14 Euro steigen könnte. Die Hersteller haben bereits die Rohstoffe für die laufende Saison eingekauft, was bislang einen Preisschock im Gartenregal verhindert hat. Engster betont jedoch, dass die Lieferkette kritisch ist. Der hohe Dieselpreis belastet die Speditionen, die nicht mehr zu den bisherigen Konditionen liefern können. Die Herausforderung besteht darin, die Ware pünktlich und ohne große Preisaufschläge in die Geschäfte zu bringen.
Trotz der angespannten Situation sind die meisten Produkte laut Engster momentan verfügbar. Er hat festgestellt, dass seit der Coronapandemie und der Energiekrise ein deutlicher Trend zu organischem Dünger bei Hobbygärtnern zu beobachten ist. "Wenn Mineraldünger teurer wird, wird Bio zulegen", so Engster. Der Hersteller bietet bereits rund zwei Drittel biologisch-organischer Produkte in den Bereichen Erde und Pflanzenpflege an. Der Bio-Sektor wächst im Durchschnitt zwei- bis dreimal schneller als der traditionelle Markt. Dies könnte die zukünftige Ausrichtung der Branche erheblich beeinflussen, da viele Hobbygärtner zunehmend auf nachhaltige Alternativen setzen, um den steigenden Preisen für mineralische Düngemittel entgegenzuwirken.
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