Pflanzenschutz mit weniger Spritzmitteln: Ein neuer Ansatz
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Pflanzenschutz mit weniger Spritzmitteln: Ein neuer Ansatz

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Pflanzenschutz mit weniger Spritzmitteln: Ein neuer Ansatz

Zdroj: AGRONEWS Všechny zprávy ze zdroje

Bayern verfolgt das Ziel, den Einsatz von Pestiziden bis 2028 zu halbieren. Dies wurde im Rahmen eines staatlichen Praxisversuchs beschlossen, der 2026 gestartet ist und an dem zehn Landwirte teilnehmen. Die neuesten Daten zeigen, dass die akute Gefährdung von Bienen aufgrund des reduzierten Einsatzes weniger schädlicher Mittel bereits gesunken ist. Dennoch ist die Menge der ausgebrachten Pflanzenschutzmittel nur um etwa 20 Prozent zurückgegangen.Stephan Fuchs, ein Landwirt aus Gützingen im Landkreis Würzburg, ist einer der Teilnehmer dieses Projekts. Er bewirtschaftet eine Fläche, auf der er vor allem Weizen, Braugerste und Zuckerrüben anbaut. Nach einem Jahr der Teilnahme an diesem Praxisversuch stellt er fest: "Es hat sich für uns gerechnet, tatsächlich gerechnet." Fuchs ist überzeugt, dass Landwirte langfristig ihren Pflanzenschutzmitteleinsatz verringern müssen und sieht in diesem Projekt eine gute Gelegenheit, sich darauf vorzubereiten.

Im ersten Jahr der Initiative konnten die Landwirte ihren Pestizideinsatz um etwa 50 Prozent reduzieren, ohne hierbei wirtschaftliche Nachteile oder Einbußen bei der Qualität ihrer Erzeugnisse hinnehmen zu müssen. Christoph Bartram von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, die das Projekt betreut, äußerte sich optimistisch über den gelungenen Projektstart und die vielversprechenden Ergebnisse. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob diese Einsparungen dauerhaft aufrechterhalten werden können.

Um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiter zu verringern, hat Fuchs in moderne Technologie investiert. Er verwendet eine Feldspritze mit doppelt so vielen Düsen wie üblich, um die Abdrift zu minimieren. Digitale Applikationskarten ermöglichen es ihm, in Bereichen mit schwächerem Getreidewachstum weniger Halmverkürzer und Fungizide auszubringen. Für die Zuckerrüben und andere Reihenkulturen hat er eine Bandhacke mit Kamerasteuerung angeschafft, die dafür sorgt, dass die Rübenreihen bei der Bearbeitung verschont bleiben. Auf diese Weise kann er den Einsatz von Spritzmitteln um bis zu 60 Prozent reduzieren.

Know-how im Pflanzenbau spielt eine entscheidende Rolle. Eine durchdachte Fruchtfolge ermöglicht es, Unkräuter, Schädlinge und Krankheiten effizienter zu kontrollieren. Fuchs hat festgestellt, dass der späte Anbau von Weizen im November dazu beiträgt, das Wachstum von Ackerfuchsschwanz zu vermindern. Unkräuter wie Knöteriche und Ehrenpreis werden mechanisch mit einem Striegel bekämpft, der so eingestellt ist, dass er das Unkraut entfernt, während die Weizenpflanzen geschont werden.

Die Herausforderungen, vor denen Landwirte und die Agrarindustrie stehen, sind jedoch nicht zu unterschätzen. Viele berichten, dass die Auswahl an Spritzmitteln immer kleiner wird, da neue Wirkstoffe nur langsam zugelassen werden und alte Wirkstoffe nicht mehr verwendet werden dürfen. Fuchs erwartet, dass ihm in der Zukunft bestimmte Wirkstoffe fehlen werden, insbesondere zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz und der Stolburkrankheit, die bei Zuckerrüben auftritt und von der Schilf-Glasflügelzikade übertragen wird. Auch im Bereich der Fungizide könnte es zu Engpässen kommen. Diese Unsicherheiten sind ein Grund, warum Fuchs an diesem Projekt teilnimmt, um alternative Ansätze zu erproben. Er schätzt die staatliche Pflanzenschutzberatung der Landesanstalt, da sie unabhängig und neutral ist, im Gegensatz zur Industrie, die in erster Linie ihre Produkte verkaufen möchte.

Foto - www.br.de

Témata: Agrarpolitik, Agrochemie, Aquakultur

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