Sorten- und Mischungswahl im Dauergrünland 2026
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Sorten- und Mischungswahl im Dauergrünland 2026

Sorten- und Mischungswahl im Dauergrünland 2026

Zdroj: AGRONEWS Všechny zprávy ze zdroje

Qualitätsstandard-Mischungen für das Grünland liefern aktuell konkrete Hinweise zur Auswahl von Ansaat- und Nachsaatmischungen sowie zu empfohlenen Sorten, speziell für das Dauergrünland. Der Flyer der Landwirtschaftskammern wird weiterhin im zweijährigen Rhythmus aktualisiert und steht als kostenfreie Informationsquelle für Betriebe und Berater bereit. Auf der Rückseite finden sich zudem praxisnahe Hinweise zur Verbesserung und Sicherung der Grünlandnarbe, die auf den aktuellen Versuchsergebnissen basieren.

Standort und Bewirtschaftung bestimmen maßgeblich Ertrag und Artenzusammensetzung im Dauergrünland; nasse Standorte, frische Standorte und sehr trockene Lagen verlangen unterschiedliche Zusammensetzungen und Nutzungskonzepte. Aus diesem Grund wurden 9 Qualitätsstandard-Mischungen entwickelt, die systematisch von frischfeuchten bis sehr trockenen Lagen sowie von extensiver bis intensiver Nutzung reichen. Die praxisgerechten Mischungen kombinieren mehrere Grasarten mit unterschiedlichen Eigenschaften, um Ertragssicherheit, qualitative Futterwerte und Bestandsstabilität zu erhöhen.

Bei der Zusammenstellung spielen verschiedene Gräser funktionale Rollen: Deutsches Weidelgras wird in drei Reifegruppen (früh, mittel, spät) angeboten, um Schnittzeitpunkte und nachwachsendes Futter optimal abzudecken. Wiesenlieschgras und Wiesenrispe bilden die ertrags- und strukturgebende Basis, während Wiesenschwingel Standfestigkeit und Trockenresistenz liefert. Für spezielle Anforderungen, etwa sehr trockene Standorte oder extensive Flächen, sind Rotschwingel, Knaulgras und Rohrschwingel vorgesehen.

Ein zentraler Bestandteil vieler Mischungen ist Weißklee, der je nach Nutzungsintensität in variierenden Anteilen eingebracht wird, um Stickstoffversorgung, Futterqualität und biodiversitäre Funktionen zu verbessern. Die Mischungswahl sollte sich an Zielen wie Schnittfrequenz, Düngungshöhe und Weideeinbindung orientieren; Praxisbeispiele zeigen, dass der gezielte Einsatz von Klee auf Betrieben mit moderater bis hoher Nutzung die benötigte Mineraldüngergabe reduzieren kann.

Die Empfehlungen zu Sorten basieren auf laufenden, unabhängigen Anbauversuchen der Landwirtschaftskammern; die Bewertung erfolgt nach klaren Kriterien wie Ertrag, phänologischem Entwicklungsverlauf, Rostresistenz, Ausdauer und mooreignung. Für Betriebe bedeutet das: Bei der Sortenwahl auf diese charakterisierten Eigenschaften zu achten, um langfristig stabile Bestände zu erreichen. Konkrete Sortenlisten und Einordnungen in die Mischungen sind im aktuellen Faltblatt ausgewiesen und werden regelmäßig überprüft.

Für die Praxis ergeben sich daraus klare Handlungsempfehlungen: 1. Standortanalyse vor Mischungswahl durchführen, 2. Nutzungsintensität und Düngestrategie bei Kleeanteil berücksichtigen, 3. auf Sorteneigenschaften wie Ausdauer und Krankheitsresistenz achten, 4. Nachsaat gezielt nutzen, um Lücken zu schließen und die Artenzusammensetzung zu steuern. Beratungsstellen der Landwirtschaftskammern unterstützen bei der Auswahl und der Umsetzungsplanung.

Die fortlaufende Prüfung der Mischungen und Sorten sowie die Einbindung von Bewirtschaftungsdaten schaffen eine praxisnahe Grundlage für die Anpassung von Grünlandstrategien an sich verändernde klimatische Bedingungen und betriebliche Anforderungen, damit Grünland dauerhaft leistungsfähig bleibt.

Foto - www.lksh.de

Témata: Agronomie, Aussaat, Empfehlungen

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