Wassermangel und Preise: Herausforderungen der Agrargenossenschaft Teichel
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Wassermangel und Preise: Herausforderungen der Agrargenossenschaft Teichel

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Wassermangel und Preise: Herausforderungen der Agrargenossenschaft Teichel

Fuente: AGRONEWS Todas las noticias de la fuente

Wassermangel und steigende Preise stellen für die Agrargenossenschaft Teichel in Thüringen eine erhebliche Herausforderung dar. Die aktuellen Wetterbedingungen sind ungünstig, da die Feldkulturen und das Grünland dringend auf Niederschlag warten. Eric Engelmann, der Ackerbauvorstand der Agrargenossenschaft, betont: "Wir brauchen Wasser, dringend!". Die Niederschläge in diesem Jahr sind mit lediglich 80 Litern seit Jahresbeginn alarmierend niedrig, wovon nur etwa 30 Liter im Februar fielen und größtenteils über den gefrorenen Boden abliefen.

Trotz der widrigen Umstände zeigen die Bestände der Agrargenossenschaft Teichel bisher eine positive Entwicklung. Die jungen Kulturen stehen gut im Feld, doch das Grünland könnte dringend einen Schub gebrauchen, insbesondere da Ende April die Weidezeit für die gegen BTV geimpften Charolais-Herden beginnt. Die Mutterkuh GmbH hat bereits die ersten Weideflächen vorbereitet.

Die Futterernte für dieses Jahr startet bald mit dem Futterroggen. Engelmann berichtet, dass die Erbsen und die Sommergerste gut aufgegangen sind und bereits die ersten Düngemaßnahmen durchgeführt wurden. Auch der Winterweizen und die Wintergerste haben positive Entwicklungen durchlaufen. Der Raps steht kurz vor der Blüte und wurde zuvor mit Fungizid und Bor versorgt.

Die Aussaat von Sonnenblumen auf 50 Hektar hat begonnen, und die letzten Flächen für die bevorstehende Maisaussaat erhalten derzeit eine Gärrestdüngung. Engelmann hebt hervor, dass die Herbstmaßnahmen gegen den Ackerfuchsschwanz sich bisher als effektiv erwiesen haben.

Allerdings sieht sich die Agrargenossenschaft auch mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Die Preise für die letzten eingelagerten Getreidepartien aus der vorhergehenden Saison sind enttäuschend. Für Schwarzhafer wurden nur 145 Euro pro Tonne und für E-Weizen, von dem 400 Tonnen verkauft wurden, lediglich 185 Euro pro Tonne erzielt. "Diese Preise muss ich nicht weiter kommentieren", so Engelmann.

Zusätzlich erschwert eine zweijährige Vollsperrung auf einem Teilstück der Bundesstraße 85 die Direktvermarktung. Vorstandschef Dr. Stefan Blöttner äußert Besorgnis über die langen Umleitungen, die zu weniger Kunden in der Filiale führen könnten. Zudem stehen in diesem Jahr zwei Mitarbeiter der Agrargenossenschaft vor dem Ruhestand, was zusätzliche Herausforderungen bei der Personalsuche mit sich bringt.

Ein weiterer Punkt, der die Investitionen in neue Melktechnik bremst, ist der niedrige Milchpreis. Mit einem Netto-Milchpreis von knapp unter 37 Cent ist die Entscheidung über notwendige Investitionen kompliziert. Blöttner ist sich der finanziellen Risiken bewusst und möchte sorgfältig abwägen, bevor er eine Entscheidung trifft.

In Anbetracht der aktuellen Dieselpreiskrise hat Josua Hentschel, ein Auszubildender zur Agrarbetriebswirt an der Fachschule für Agrarwirtschaft, ein Projekt zur Transporteffizienz in der Agrargenossenschaft durchgeführt. Die Analyse zeigt, dass der Einsatz von Lkw für den Transport von Schüttgütern vorteilhafter ist.

Insgesamt steht die Agrargenossenschaft Teichel vor großen Herausforderungen, sieht jedoch auch die Möglichkeit, durch gezielte Maßnahmen und Anpassungen an den Marktbedingungen erfolgreich zu agieren.

Foto - www.bauernzeitung.de

Temas: Trockenheit, Korn, Landwirtschaft

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