Grünland: Ertrag und Biodiversität vereinen
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Grünland: Ertrag und Biodiversität vereinen

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Grünland: Ertrag und Biodiversität vereinen

Bron: AGRONEWS Alle berichten van deze bron

In einem aktuellen länderübergreifenden Projekt wird untersucht, wie landwirtschaftliche Betriebe im Mühlviertel und im Bayerischen Wald sowohl die Erträge ihrer Grünlandflächen steigern als auch die Biodiversität fördern können. Projektleiter Stefan Thurner von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) betont, dass der ursprüngliche Fokus auf der Bekämpfung des Engerlingbefalls lag, der in der Region ein ernsthaftes Problem darstellt. In Bayern sind lediglich mechanische Bekämpfungsmaßnahmen erlaubt, während in Österreich auch biologische Mittel wie Pilzpräparate eingesetzt werden dürfen.

Im Rahmen des Projekts wurde jedoch festgestellt, dass das Wissen über die Erträge im Grünland häufig unzureichend ist. Thurner erklärt: "Der Grünlandertrag ist vielen Betrieben nicht bekannt." Dies liegt daran, dass das Futter häufig im eigenen Betrieb genutzt wird und erst am Ende des Winters sichtbar wird, ob die Futterversorgung ausreichend war. Die Grünlandflächen weisen oft große Unterschiede in Bezug auf Bodenbeschaffenheit, Wasserverfügbarkeit und Lichtverhältnisse auf, was zu variierenden Erträgen führt. In manchen Fällen beträgt der Unterschied zwischen ertragsschwächsten und ertragsstärksten Flächen das 2,5-Fache.

Das Projekt zielt darauf ab, diese Unterschiede gezielt zu nutzen. Ertragsstarke Flächen sollen zur Produktion von hochwertigem Futter dienen, während weniger ertragreiche Standorte zur Förderung der Biodiversität beitragen sollen. "Das Ziel ist die Vereinbarkeit von ökologischer und ökonomischer Wirtschaftsweise. Die Bewirtschaftung soll dadurch nicht beeinträchtigt, sondern optimiert werden", so die Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger. Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, darunter die Anlage von Altgrasstreifen, angepasste Schnittzeitpunkte und Nachsaaten artenreicher Mischungen.

Die ersten Ergebnisse des Projekts sind vielversprechend. Laut Thurner wurden auf den getesteten Betrieben im Durchschnitt 22 Pflanzenarten pro Fläche festgestellt, was dem Niveau für Biobetriebe entspricht. Zudem konnten zwischen 400 und 600 Insektenarten nachgewiesen werden, darunter auch mehrere gefährdete Arten. Ein Vergleich mit ähnlichen Projekten in Bayern weist darauf hin, dass die untersuchten Betriebe eine hohe Artenvielfalt aufweisen.

Der Landwirt Christian Stöbich aus Sarleinsbach, der am Projekt teilnimmt, hebt die Bedeutung des Grünlands für seinen Betrieb hervor: "Für uns ist Grünland die Grundlage unseres Einkommens." Stöbich bewirtschaftet sowohl intensive als auch extensive Flächen und hat verschiedene Maßnahmen zur Ertragssteigerung umgesetzt. Er betont, dass viele Effekte erst im Laufe der Zeit sichtbar werden: "Drei Jahre sind im Grünland allerdings eine kurze Zeit. Die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Grünland war jedoch bereits ein wesentlicher Gewinn für mich und meinen Betrieb."

Ein zentrales Thema bleibt die Bekämpfung der Engerlinge. Anita Hackl von der Bioschule Schlägl berichtet von den Herausforderungen bei der Datenerhebung, da die Engerlinge oft ungleichmäßig und in hoher Dichte auftreten. Erste Erkenntnisse zeigen jedoch, dass es kein einzelnes Wundermittel zur Bekämpfung gibt. Stattdessen ist eine kontinuierliche und kombinierte Bekämpfungsstrategie erforderlich.

Das Projekt befindet sich nun im dritten Jahr und zielt darauf ab, die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen zu überführen, die Bäuerinnen und Bauern helfen sollen, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Futterproduktion und zur Förderung der Biodiversität zu wählen und wirtschaftlich umzusetzen.

Foto - bauernzeitung.at

Onderwerpen: Agronomie, Forschung und Entwicklung, Ökologie

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